Wimmelbilder

Teeming paintings


Auf verspielte und experimentelle Art und Weise lässt Kriesel den Betrachter in eine märchen-, fast fabelhafte Welt eintauchen. Gleichzeitig konfrontiert er ihn mit der absurden realen Welt des Datenflusses, der Reiz- sowie Informationsüberflutung – einer Welt voller Gewalt und Frust, aber auch Absurditäten und humorvoll Schrägem.
In seinen Bildern kann sich der Betrachter verlieren und oftmals eine Vielzahl an verschiedenen Szenerien betrachten. Diese „Wimmelbilder“ sind nicht auf den ersten Blick zu entschlüsseln – so kann der Betrachter immer wieder neue Themen und Dinge entdecken. Mit diesem visuellen Übermaß übersetzt Peer Kriesel die heutige Flut an Bildern, Videos, Meinungsäußerungen und Informationen, die über das Fernsehen und vor allem auch durch das Internet entsteht. Wie in seinen „Fratzenteppichen“ entstehen in einer Arbeit oft gleichzeitig äußerst düstere Welten, aber auch witzige absurde Situationen.
Dieses Aufeinandertreffen, das Kriesel im wahren Leben beobachtet und das ihn in seinen Werken beeinflusst, bezeichnet er selbst als defekt („Defektivismus“).


In a playful and experimental way Kriesel lets the viewer dive into a magical, almost wondrous world. At the same time, he confronts the observer with the absurdity of the real world of data flow, the attraction –as well as the overflow of information– of a world full of violence and frustration, but also absurdities and humorous extravagance.
The observer can get lost in his pictures, very often finding multiple different scenes. These “Wimmelbilder”/Swarm paintings/Teeming paintings” cannot be deciphered at first sight –as the viewer can always find new topics and things/objects. This visual surfeit is Kriesel’s translation of the current flood of images, videos, opinions and information that arise through television and, especially, the Internet. Like in his “Grimace carpets”, one piece of work can contain extremely dark worlds, and at the same time funny and absurd situations.
This clash, which Kriesel observes in the real world and which has so much influence in his work, is identified by him as defective (“Defectivism”).